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Veröffentlicht am 25. Februar 2020

Großes Potenzial auf dem US-amerikanischen Markt

Wer die Zutaten drittgrößtes Land der Welt, dynamische Schweinefleischindustrie und Appetit auf Wachstum mischt, erhält ein echtes Erfolgsrezept. Für Genetikunternehmen, die keine Angst vor Herausforderungen und Veränderungen haben, bieten die USA ein enormes Potenzial.

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Auf kurze Sicht stellt der augenblickliche Preis ein großes Problem für die USA dar. Die Marktpreise fallen derzeit und bleiben niedrig. Es ist daher schwierig, Gewinne zu erzielen. Erleichterung ist kaum in Sicht, bevor der Handelsstreit mit China beigelegt ist.

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Allan Boonstra
General Manager USA

Obwohl China massive Schweineverluste durch die Afrikanische Schweinepest (ASF) erleidet, können die amerikanischen Produzenten aufgrund des Handelsstreits derzeit keine Vorteile aus dem Export ziehen.

Arbeitskräftemangel

Personal zu finden und zu halten ist für Betriebe aller Größen schwierig. Die einzige Alternative besteht darin, sich auf Arbeitnehmer aus anderen Ländern wie Mexiko zu verlassen. Doch deren Einstellung und Weiterbeschäftigung ist komplex, kostspielig und zeitaufwendig.

Wie auch in vielen anderen Ländern ist Konsolidierung ein führender Trend in den USA – größere Akteure kaufen kleinere Betriebe auf oder kleinere Betriebe schließen sich zu Genossenschaften zusammen. Derzeit teilen die 40 größten Schweinefleischunternehmen des Landes zwei Drittel der Produktion unter sich auf.

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Wir sehen auch einen Trend hin zur Wertschöpfung basierend auf Züchtung, Haltungssystem, Verzicht auf Antibiotika oder einer natürlicheren, tierfreundlicheren Produktion. Der Schwerpunkt liegt eher auf der Nischenproduktion, um Schweinefleisch mit Mehrwert zu produzieren.

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Gregory Simpson
General Manager North America

Ein wachsendes Problem in den USA ist die Sterblichkeitsrate vor dem Absetzen, die bei etwa 15 % liegt.

„Viele unserer Konkurrenten weisen eine hohe Anzahl lebend geborener sowie eine hohe Gesamtanzahl geborener Ferkel auf“, so Boonstra. „Der Nachteil dieser hohen Anzahl an Schweinen ist ein geringeres Geburtsgewicht, eine niedrigere Überlebensrate und ein geringeres Absetzgewicht. Das Ergebnis ist eine höhere Sterblichkeitsrate vor dem Absetzen.“

Genetische Vorteile versprechen höhere Gewinne

Diese Situation ist bedauerlich, bietet für Genetikunternehmen jedoch die Gelegenheit, die Sterblichkeitsrate mithilfe eines höheren Geburtsgewichts, mehr funktionstüchtigen Zitzen und Sauen mit starker Milchproduktion zu verringern.

Tatsächlich könnten viele der aktuellen Probleme der amerikanischen Schweinefleischindustrie von Spitzenunternehmen wie Hypor gelöst werden. Ein Paradebeispiel ist die Hypor Libra*, die als beste Sau für den US-amerikanischen Markt gilt. Aufgrund ihrer einfachen Haltung werden für die Hypor Libra* weniger Arbeitskräfte als ihre Konkurrenten benötigt.

„Die Hypor Libra* ist auch eine hervorragende Mutter, die viel Milch produziert“, erklärt Boonstra. „Eine kürzlich durchgeführte Studie zeigt, dass Hypor Libra*-Ferkel 80 g mehr Kolostrum erhalten als der Durchschnitt unserer drei größten Wettbewerber. Diese Ferkel haben daher bereits ab der Geburt einen erheblichen Überlebensvorteil.“

Dieselbe Studie ergab, dass das Geburtsgewicht von Hypor Libra*-Schweinen 140 g höher ist als bei anderen. Dies führt zu einer geringeren Sterblichkeitsrate vor dem Absetzen, einer höheren Überlebensfähigkeit und höheren Absetzgewichten und schafft damit die Voraussetzung für starke Wachstumsraten bis hin zur Endmast.

Des Weiteren ist die Hypor Libra* ein robustes Tier mit einer Sterblichkeitsrate, die 2 bis 3 % unter dem nationalen Durchschnitt liegt.

„Dies ist sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus emotionaler Sicht von Bedeutung“, so Boonstra weiter. „Niemand möchte tote Sauen und den damit verbundenen Stress in seinem Stall haben. Außerdem entspricht jede 1%ige Verringerung der Sauensterblichkeit einem Viertel eines abgesetzten Schweins. Dies führt aufgrund der konstant niedrigen Sauensterblichkeit zu einem halben zusätzlich abgesetzten Schwein für die Hypor Libra*.“

Hypor arbeitet auch an der Verbesserung der Überlebensfähigkeit seiner Endstufenlinien, zu denen auch der Hypor Magnus gehört. Dieser ist als das am schnellsten wachsende Tier mit maximalem Fleischertrag bei höchster Futterverwertung auf dem Markt bekannt.

„Hypor Magnus funktioniert gut in integrierten Systemen, wie denen in den USA“, so Simpson. „Durch die Verbesserung der Überlebensrate können wir kommerziellen Produzenten echte wirtschaftliche Vorteile bieten. Die Sterblichkeit trägt erheblich zu Profitverlusten bei der Schweinfleischproduktion bei. Tiere, die gut gedeihen und überleben, sorgen für mehr Geld in der Kasse.“

Auf die Plätze, fertig, wachsen!

Wachstum birgt auch gewisse Risiken und der US-amerikanische Schweinefleischmarkt ist keine Ausnahme. Unternehmen, die sich dieser Herausforderung stellen, werden jedoch schlussendlich mit Erfolg belohnt.

„Die US-amerikanische Schweinefleischindustrie ist ein pulsierender, dynamischer Markt“, erklärt Boonstra. „Mit positiven Anzeichen an der chinesischen Handelsfront sehen wir erste Schritte zur Beilegung des Streits.“

In Kombination mit der afrikanischen Schweinepest und ihren verheerenden Auswirkungen auf dem chinesischen Markt kann sich die amerikanische Schweinefleischindustrie auf ein beträchtliches Wachstum gefasst machen.

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Ich freue mich, dass Hypor gut positioniert ist, um seinen Anteil am US-Markt auszubauen. Wir investieren durch eine erhöhte Vermehrung, größere Kapazität und qualifizierte, erfahrene Mitarbeiter in diesen Geschäftszweig. Hypor verlagert seinen Fokus auch auf größere Kunden und implementiert derzeit einen teamorientierten Key Account Management-Prozess.

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Allan Boonstra
General Manager USA

„Dank seinem hervorragenden Team, der richtigen Strategie und überragender Genetik befindet sich Hypor – und damit seine Kunden – auf einem langfristigen Erfolgskurs.“

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