Magnus x Libra piglets

Veröffentlicht am 28. Mai 2019

Eine gute Zusammenarbeit innerhalb der Industrie macht uns zu etwas Besonderem

Sowohl in der Forschung als auch im Leben sind die Eigenschaften, die wir uns vom perfekten Partner wünschen, weitgehend dieselben: Ähnliche Werte und Ziele, mit Kenntnissen und Erfahrungen, die unsere eigenen ergänzen. In einer so stark vom Wettbewerb geprägten Branche wie der Schweinefleischindustrie ist ein Zusammenschluss mit dem richtigen Partner im Forschungsbereich unerlässlich für Genetikunternehmen, die den Kunden helfen wollen, erfolgreich zu sein und Fortschritte zu machen. Egal, ob sich dieser Partner in der Region oder im Ausland befindet, aus dem privaten oder dem akademischen Sektor stammt – denjenigen zu finden, der perfekt zu einem passt, ist der erste Schritt in eine erfolgreichere Zukunft für alle Beteiligten.

Europa

Bei seiner Suche nach Forschungspartnern ist Hypor klar geworden, dass mehrere Partnerschaften notwendig sind, um den größtmöglichen Nutzen für die Kunden zu erzielen. Einrichtungen wie die Universität Wageningen, die Universitäten von Barcelona und Madrid und das INRA – das französische Institut National de la Recherche Agricole und Europas führendes Institut für landwirtschaftliche Forschung – arbeiten alle zusammen mit Hypor an der Erweiterung des genetischen Wissens.

Was die Quantität und den Umfang der Forschung betrifft, besteht die umfassendste Zusammenarbeit von Hypor mit Breed4Food, einem von der Universität und Forschungszentrum Wageningen und vier internationalen Tierzuchtunternehmen in den Niederlanden gegründeten öffentlich-privaten Konsortium.

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Es handelt sich hierbei um vorwettbewerbliche Forschung, die für jeden von Nutzen ist. Alle Projekte basieren auf einer Aufteilung der Kosten sowie der gemeinsamen Nutzung von Ressourcen und Fachwissen, um mehr zu erreichen, als es der Einzelne könnte.

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Dr. Marco Bink
Senior Geneticist in Research, Technology and Services for Hendrix Genetics

Gegenwärtig laufen vier Studien mit Breed4Food zu Bereichen, die für die Industrie von großer Bedeutung sind. „Smart animal breeding with advanced machine learning“ zielt darauf ab, mit Hilfe von maschinellen Lernverfahren die Datenanalyse zu verbessern und die Leistung der Tiere zu erhöhen. Mit „GenoMiX“ soll die Vorhersagegenauigkeit durch eine bessere Nutzung von Kreuzungsinformationen gesteigert werden. Bei einem dritten Projekt wird an Methoden für die Nutzung von Sequenzdaten zur Erhöhung der Genauigkeit der Zuchtwerte gearbeitet, während im Rahmen eines vierten Projekts nach Möglichkeiten der besseren Anwendung von Sequenzinformationen gesucht wird, um Mutationen zu vermeiden, die tödlich sein oder die Leistung und das Wohlbefinden der Tiere beeinträchtigen können.

Darüber hinaus gibt es mehr als zehn weitere Projekte, die getrennt finanziert werden und deren Schwerpunkt auf Präzisionsphänotypisierung und der Nutzung von Sequenzinformationen liegt.

Hypors Beteiligung an Breed4Food unterstreicht in vielerlei Hinsicht den Glauben des Unternehmens an die Stärke von Partnerschaften.

„Wir haben uns dieser Kooperation angeschlossen, weil wir davon überzeugt sind, dass es mehr Interaktion zwischen verschiedenen Fachrichtungen geben sollte“, so Konrad Broekman, leitender Schweinegenetiker – Nordeuropa und Asien bei Hendrix Genetics. „Wir arbeiten mit Humangenetikern, Spezialisten für maschinelle Lernverfahren, Mathematikgruppen und Experten in Bioinformatik zusammen. Das ist wie ein großes Spinnennetz, das aus verschiedenen Vernetzungen und Verbindungen besteht.“

Solche gemeinsamen Anstrengungen sind besonders wertvoll bei der Messung komplexer Merkmale wie der Widerstandsfähigkeit oder dem Verhalten in Gruppenhaltung. Für Fortschritte in diesen Bereichen ist es häufig erforderlich, ein Tier über mehrere Tage hinweg zu verfolgen, um Anzeichen für Krankheiten wie Fundamentprobleme oder verringerte Fressaktivität festzustellen. Durch die Zusammenarbeit hat Hypor Zugang zu hochmoderner Sensortechnik, die das Verhalten nachverfolgen kann, sowie des Weiteren z. B. zu Schlachthofdaten und Läsionsinformationen. Dadurch erhöht sich nicht nur die Zahl der Quellen für die Sammlung von Daten, sondern ergeben sich auch neue Hilfsmittel und Technologien für eine effektivere Analyse dieser Daten.

Dies ist erfreulich für die Industrie, da eine umfassendere Zusammenarbeit schnelleren Fortschritt und maximalen Einfluss auf die nachhaltige Gewinnoptimierung bedeutet.

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Unser Produkt muss unter allen möglichen Bedingungen Leistung erbringen. Partnerschaften bieten die Technologien und notwendigen Daten, um die Ergebnisse auf Produzentenebene (Kreuzungszucht) wieder mit unseren Nukleusbetrieben zu verlinken. Das hilft uns wiederum dabei, reinrassige Tiere für ein besseres Kreuzungsergebnis zu selektieren. Früher hatten wir nicht die Mittel, um die richtigen Informationen auf Produzentenebene aufzubereiten, somit können unsere Kunden heute hiervon in hohem Maße profitieren.

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Konrad Broekman
Senior Geneticist - Northern Europe & Asia Swine for Hendrix Genetics

Abgesehen davon, dass sie Hypor bei der Definition neuer Merkmale hilft, ermöglicht die Bildung von Partnerschaften dem Unternehmen, mehr Daten aus verschiedenen Quellen zu erfassen, diese effizienter zu analysieren und die Informationen zu extrahieren, die für die Kunden am wichtigsten sind. Diese Partner mögen sich zwar in ihrer Größe, ihren Ressourcen und Methoden unterscheiden, doch sie haben alle ein gemeinsames Ziel – die Unterstützung der Produzenten und Industriepartner in ihrem Streben nach Erfolg.