Bon Accord-1

Veröffentlicht am 28. Mai 2019

Sicherheit steht im Mittelpunkt dieses Nukleusbetriebs

Jeder Schweinefleischerzeuger weiß, dass die Sicherheit das Betriebsergebnis maßgeblich beeinflusst. Auch die wieder aufgebaute Nukleus-Einrichtung Bon Accord in Ituna, im kanadischen Saskatchewan, folgt dieser Philosophie, an der sich die gesamte Betriebsführung ausrichtet. Diese hochmoderne geschlossene Einrichtung für 1.200 Sauen ist mit der neuesten Technologie ausgestattet. Was sie jedoch wirklich einzigartig macht, ist ihr Fokus auf die Biosicherheit.

Hypor Wouter

Dank den Biosicherheitsfunktionen und -verfahren können wir den hohen Gesundheitsstatus unserer Tiere halten, was für einen Nukleusbetrieb aus genetischer Sicht unerlässlich ist. Wir erzielen hier genetische Fortschritte, aber das ist nur möglich, wenn die Tiere ihr genetisches Potenzial auch wirklich ausschöpfen können.

Hypor Wouter
Dr. Wouter Deley
Senior Veterinarian & Health Manager Swine Hendrix Genetics

Außerdem eignen sich die Tiere bei Bon Accord ideal für den Export. Die meisten Länder besitzen strenge Einfuhrbestimmungen, um sich vor dem Einschleppen von Krankheiten zu schützen. Schweine dürfen daher nur importiert werden, wenn sie eine lange Liste von Gesundheitsanforderungen erfüllen. Ein Unternehmen kann das beste Tier der Welt besitzen, aber wenn es nicht den richtigen Gesundheitsstatus besitzt, erhält es keinen Zugang zu vielen Ländern.

Bon Accord versucht stets, seine bereits strengen Sicherheitsvorkehrungen noch weiter zu verbessern. Zukünftig sollen alle Fahrzeuge, die sich dem Betrieb nähern, eine Infektionsüberprüfung durchlaufen. Und um die Desinfektion von Lkws im Winter zu erleichtern, wird derzeit eine neue beheizte Halle errichtet.

„Viele Menschen glauben fälschlicherweise, dass Krankheiten im Winter weniger bedrohlich sind, da die Erreger in der Kälte zugrunde gehen. Niedrige Temperaturen sind jedoch die beste Grundlage für das Überleben von Erregern. Mit diesem beheizten Gebäude wollen wir den hohen Gesundheitsstatus unserer Tiere noch weiter verbessern.“

Langfristig soll auch ein kleines Futtermittelwerk am Rande des Betriebsgeländes entstehen, um die Risiken durch mit Futtermittel beladene Lkws vollständig auszuschließen und den Mitarbeitern gleichzeitig die volle Kontrolle über die Rohstoffe zu geben.

Bei Hypor dreht sich alles um die nachhaltige Gewinnoptimierung und Bon Accord folgt diesem Ansatz. Dank dem hohen Gesundheitsstatus der Tiere werden die Anzahl und Gesamtkosten von Impfungen reduziert, da nur die Tiere geimpft werden, die den Betrieb verlassen. Für die Kunden bedeuten gesunde Tiere eine bessere Futterverwertung und niedrigere Futterkosten, die den Hauptanteil der Produktionskosten ausmachen. Da aufgrund dieser strengen Biosicherheit weniger Antibiotika notwendig sind, profitiert zudem die gesamte Gesellschaft.

„Die Aufrechterhaltung dieses hohen Gesundheitsstatus ist hingegen eine andere Herausforderung. Die Welt ist klein, und Menschen aus der ganzen Welt kommen nach Kanada. Wir sind der Ansicht, dass das Keulen von Tieren eine veraltete Methode ist mit Krankheiten umzugehen. Für Bedrohungen wie PED und ASF gibt es keinerlei Impfstoffe. Wir können nur versuchen, diese Krankheiten fernzuhalten und dies erreichen wir allein durch eine hohe Biosicherheit.“

Neben all den anderen Vorteilen können Schweinefleischerzeuger auch von den neuen Vorkehrungen bei Bon Accord profitieren, die der Betrieb mit den Hypor-Kunden teilt. Das Unternehmen wird diese Praktiken weiterhin bewerten und anpassen, um die hohen Standards aufrechtzuerhalten und seine Erkenntnisse mit der Industrie zu teilen. Auf diese Weise gewinnen Betriebe wie Bon Accord internes Wissen, das nicht nur die Biosicherheit von Hypor verbessert, sondern auch die seiner Kunden.

Hypor Wouter

Herkömmliche Schweinezuchtbetriebe denken womöglich, dass wir es mit unserem ständigen Fokus auf die Biosicherheit übertreiben, aber Einrichtungen wie Bon Accord lassen sich nicht mit der normalen Produktion vergleichen. Wir leben in einer Zeit, die durch extreme Krankheitsbedrohungen gekennzeichnet ist. Um unseren hohen Gesundheitsstatus zu schützen, müssen wir daher auch extreme Maßnahmen ergreifen. Nur so können wir unsere Exporte aufrechterhalten und dafür sorgen, dass unsere Kunden hohe Betriebsergebnisse erzielen.

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Dr. Wouter Deley
Senior Veterinarian & Health Manager Swine Hendrix Genetics